SCHWÄRZER Anton


geboren :
in :
Konf :
Quelle :
20.01.1876
Pressath
rk
Pressath

Stand :
Lebensorte :
Kutscher, später Oberlokführer in Berlin
Pressath Berlin  

oo :
Quelle :
Trauzeugen :
19.11.1903 Berlin Grajewski Anna Mathilde Maria
Berlin StA Berlin Xb 1308/2013
der Kutscher Ernst Pollex / Arbeiter August Burchert

gestorben :
in :
Quelle :
09.10.1971
Berlin
Berlin

Vater :
Mutter :
SCHWÄRZER Georg  *14.01.1849 †11.06.1937
KASTNER Anna  *30.12.1851 †05.06.1936

SONSTIGES

Heiratsurkunde ist bei Ancestry zugänglich
http://interactive.ancestry.de/2957/40087_prep221_000248-00376?pid=267557&backurl=//search.Ancestry.de//cgi-bin/sse.dll?viewrecord%3D1%26r%3D5545%26db%3DBerlinGermanyMarriages%26indiv%3Dtry%26h%3D267557&treeid=&personid=&hintid=&usePUB=true&usePUBJs=true#?imageId=40087_prep221_000248-00376

Bericht Onetz vom 23.06.2016
http://www.onetz.de/pressath/vermischtes/fusswallfahrt-nach-amberg-pressather-pilgern-scho-lange-d1677503.html


Eine mehr als 150-jährige Tradition hat die Fußwallfahrt von Pressath zum Mariahilfberg. 
Jedes Jahr pilgern Gläubige nach Amberg. 
Ein Rückblick.
Diese lange Tradition hielten im vergangenen Jahr 39 Pilger aufrecht. Mit Gebet und Segen 
schickte Stadtpfarrer Edmund Prechtl die Pilger auf den insgesamt über 70 Kilometer langen Weg.

Ein Höhepunkt war der Wallfahrergottesdienst am Sonntagmorgen in der Bergkirche. Dazu war auch 
Stadtpfarrer Prechtl gekommen. Eine Eschenbacher Bläsergruppe gestaltete die Feier mit. 16 Wallfahrer 
kehrten gegen Mittag von Gebenbach nach Pressath zurück. In der Pfarrkirche empfingen sie den 
Schlusssegen von Pfarrer Prechtl.

Über die Entstehung der Wallfahrt ist nichts genaues überliefert. Eine interessante Geschichte dazu 
schilderte Stadtpfarrer Ludwig Bock im Pfarrbrief 25/26 aus dem Jahr 1991: "Georg Schwärzer, 
Bäcker aus Pressath, und seine Ehefrau Anna hatten einen Sohn mit dem Namen Anton Schwärzer, 
welcher am 20. Januar 1876 geboren war. Dieses Kind fiel im Alter von ein oder zwei Jahren von 
einem Fenster des Wohnhauses auf die Straße. Der Vater, der gerade mit dem Bierwagerl in der 
Nähe des Hauses war, sah dies. Er eilte herbei und ließ den Arzt Dr. Ditmar holen.

Der Arzt erklärte, dass das Kind tot sei. Georg Schwärzer machte das Versprechen: Wenn mein Kind 
durchkommt, will ich, so lange ich kann, nach Amberg zu Fuß gehen. Eine Stunde darauf machte das 
Kind die Augen auf und war wohlauf. Man hatte das Kind bereits im Zimmer aufgebahrt. Schwärzer 
hat sein Versprechen gehalten und ist aus Dankbarkeit 38 mal zu Fuß nach Amberg gegangen und zwar 
am Hochfest Peter und Paul (29. Juni). Andere Pressather haben sich ihm angeschlossen. Anton Schwärzer 
lebte später in Berlin als Oberlokführer im Ruhestand. Dort ist er im Jahre 1972 verstorben." 
Pfarrer Bock schreibt, dass die Wallfahrt viel früher entstanden sein muss, denn bereits 17 Jahre 
früher schrieb der damalige Pfarrer Anton Sintzel: "Das Katholische Stadtpfarramt Pressath an das 
Katholische Stadtpfarramt Amberg: Man setzt hiermit das jenseitige verehrliche Stadtpfarramt in 
Kenntnis, dass der unterzeichnete Amtsvorstand, kommenden Sonntag, den 3. Juli laufenden Jahres, 
abends zwischen 4 und 6 Uhr mit einer Truppe Wallfahrer auf dem Mariahilfberg unter Vortragung 
des Kruzifixes eintreffen wird."

Dieses Schreiben, das im Original im Pressather Pfarramt liegt, darf man wohl in seiner 
Selbstverständlichkeit so erklären, dass schon im Jahre 1859 die Pressather Fußwallfahrt 
nach Amberg eine vertraute Gewohnheit war.

Stand : 09.09.2017
Erstellt von Günther Schwärzer eMail mit PC-AHNEN 2017